Hydraulische Durchlässigkeit von Grundwasserleitern in Bayern

Es sollen die charakteristischen hydraulischen Durchlässigkeiten (kf-Werte) der hydrogeologischen Einheiten innerhalb ausgewählter hydrogeologischer Räume in Bayern (Büttner et al. 2003) ermittelt werden.

Hierfür stehen im Wesentlichen die Leistungspumpversuche an Brunnen der öffentlichen Trinkwasserversorgung und Daten aus dem bayerischen Bodeninformationssystem (BIS), bereits erfolgte Auswertungen und Literaturwerte bzw. Werte aus Gutachten zur Verfügung. Die Leistungspumpversuche können semiquantitativ nach Dupuit-Thiem, Hölting bzw. Bieske ausgewertet werden.

Die ermittelten Daten sollen für die einzelnen Grundwasserleiter statistisch ausgewertet werden; insbesondere anhand von Tests auf Normalverteilung, Histogrammen der Häufigkeitsverteilungen sowie Box-Whisker-Plots. Weiterhin soll eine statistische Untersuchung im Hinblick auf räumliche Verteilungsmuster (z.B. auf Grundlage von Variogrammanalysen) erfolgen.

Je nach Verfügbarkeit von Daten soll anhand der quantitativen Auswertung gut dokumentierter Pumpversuche (Grundwasserstandsangaben aus Beobachtungsmessstellen) z.B. nach Typkurvenverfahren die Treffergenauigkeit der semiquantitativen Ermittlung der Durchlässigkeiten nach den oben erwähnten Verfahren ermittelt werden. Hierfür kommt auch die Durchführung eigener Pumpversuche an ausgesuchten Messstellen in Betracht.

Im Textteil sollen die hydraulischen Kennwerte der untersuchten Grundwasserleiter beschrieben und verglichen werden. Die Charakteristik der Häufigkeitsverteilungen bzw. räumliche Verteilungsmuster der hydraulischen Durchlässigkeiten sollen anhand der lithologischen und strukturellen Eigenschaften der Grundwasserleiter erklärt werden.

Die Arbeit wird in Kooperation mit dem Geologischen Dienst am Bayerischen Landesamt für Umwelt (http://www.bayern.de/lfu/) durchgeführt. Die Ergebnisse sollen in die in Arbeit befindliche Erläuterung zur Hydrogeologischen Karte von Bayern 1 : 500.000 einfließen. Für die Arbeit wird nach erfolgreichem Abschluss ein Kartierzuschuss gewährt.

Es bietet sich an, die Diplomarbeit für die Datenrecherche mit einem Praktikum beim Geologischen Dienst am Standort Hof (Saale) zu verbinden, für das voraussichtlich ebenfalls eine Vergütung bezahlt werden kann.

Büttner, G., Pamer, R. & Wagner, B. (2003): Hydrogeologische Raumgliederung von Bayern. – GLA Fachberichte, 20: 85 S.; München (Bayer. Geol. L.-Amt).

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Prof. Dr Christian Wolkersdorfer

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